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Thomas Schneider
Neuer Jugendreferent für die Region Siegen-Mitte

Ein Interview mit Thomas Schneider

Kannst du ein bisschen was zu dir sagen?

Mein Name ist Thomas Schneider, ich bin 30 Jahre alt, ledig und als drittes von vier Geschwistern in Burbach aufgewachsen. Nach meinem Abitur in Neunkirchen habe ich als Dozent an der Musikschule Burbach und als Pflegehelfer im Haus Burgweg (eine Wohneinrichtung für schwerst-mehrfach behinderte Kinder- und Jugendliche) gearbeitet. Mein Studium der Pädagogik habe ich in Siegen mit einem Bachelor-Abschluss absol-viert. Ich bin ein fröhlicher Mensch.

Du warst in Salzgitter, was hast du dort gemacht?

Ich war als Projektleiter für ein christlich-soziales Stadtteilprojekt bei „Jumpers – Jugend mit Perspektive e. V.“ tätig. Darunter ist soziale Arbeit im Stadtteil mit besonderem Entwick-lungsbedarf zu verstehen. Bis zu 50 Kinder und Jugendliche haben unser Angebot täglich mit Begeisterung wahrgenommen und von einer attraktiven Einrichtung im Stadtteil profitiert. Dies vor allem, weil es dort kaum Alternativen gibt. Neben der offenen Arbeit konnten auch projekt-orientierte Ansätze verfolgt werden. So konnten wir z.B. gemeinsam ein Konzert organisieren, Freizeiten durchführen, ein Weihnachtsanspiel aufführen und vieles mehr.

Du bist musikalisch, welche Instrumente spielst du und was möchtest du davon in deiner neuen Stelle einbringen?

Als ich acht Jahre alt war, stand ein Schlagzeug unter dem Weihnachtsbaum. Dieses Instrument konnte ich erlernen und später auch lehren. Das Gitarren- und Klavierspiel habe ich mir selber beigebracht. Seit jeher macht das Musizieren einen wichtigen Teil meines Lebens aus und so blicke ich auf viele Aktivitäten, Aufnahmen und Konzerte mit unterschiedlichen Formationen zurück. Da ich selber erfahren habe, wie wertvoll das gemeinsame Musizieren ist, würde ich junge Menschen dabei gerne begleiten. Die Ausgestaltung plane ich derzeit.

Du hast schon erste Kontakte und Erfahrungen in unserer Region gemacht. Wie ist es dir da ergangen?

Mittlerweile habe ich mich mit vielen Jugendlichen, Mitarbeitenden und PfarrerInnen ausgetauscht und auf diesem Wege einiges über die Region vier erfahren. Je mehr Akteure ich kennenlerne, desto deutlicher wird das Bild. Momentan sammle ich viele Ideen und trage zusammen, was genau für die Jugendarbeit in der Regi-on in Zukunft wichtig sein wird. Die offene-Tür-Arbeit im „Cult“ halte ich für sehr wichtig, deshalb habe ich das Angebot auch umgehend weitergeführt.

Du hast dein Büro im Martini-Gemeindehaus in der St.-Johann-Straße. Was bedeutet offene Arbeit für dich?

Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutet für mich, ein verlässliches Angebot für alle Interessierten im Stadtteil zu gewährleisten. Ein wichtiger Faktor ist die Verlässlichkeit, da viele Familien dieses Kriterium heutzutage nicht mehr erfüllen. Mein Büro ist zentral in Siegen-Mitte gelegen. Eine gute Erreichbarkeit ist somit gegeben.

Was möchtest du auf gar keinen Fall als Jugendreferent?

Ich möchte nicht stehenbleiben, denn Jugend und Jugendkultur ist ständig in Bewegung. Dementsprechend muss evangelische Jugendarbeit zwischen ständiger Bewegung und Überlieferung vermitteln. Hier liegt die Herausforderung, aber auch das Potential unserer Arbeit.

Wenn du an Kinder und Jugendliche denkst, dann…

…denke ich an die nächste Generation der Gestalter dieser Erde. Ich blicke auf eine behütete Kindheit und eine spannende Jugend zurück. Das ist für mich sowohl ein Privileg als auch mein Antrieb für Kinder- und Jugend-arbeit. Ich möchte weitergeben was ich erlebt habe.

Evangelische Jugend im Kirchenkreis Siegen. Wie möchtest du dich dort einbringen?

Zunächst verstehe ich mich als Mitglied in einem Team. Dieses Team besteht aus PfarrerInnen, hauptamtlichen- sowie ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Mit dir als Kollegin funktioniert die Zusammenarbeit einwandfrei und wir werden uns auch künftig gut ergänzen. Dies vor allem dann, wenn wir eine gabenorientierte Her-angehensweise anstreben.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche dir Gottes Segen für deine Anstellung.

Vielen Dank!

 

(Das Interview führte Gemeindepädagogin Juliane Hees-Kolb.)